Zahlen und Fakten zu durchgeführten Lungentagen

Hier finden Sie die Berichte zu den vergangenen Deutschen Lungentagen.

Bericht zum 11. Deutschen Lungentag

Der 11. Deutsche Lungentag am 27. September 2008 trug das Motto „Reine Luft – Gesunde Lunge“. Die Veranstaltung war zum wiederholten Mal ein schöner Erfolg auf dem Weg zum Ziel: Erreichen der Öffentlichkeit – Steigerung der Awareness gegenüber den Gefahren, die von Atemwegs- und Lungenkrankheiten ausgehen.

In Zahlen ausgedrückt: 236 Veranstaltungen wurden in allen Gegenden Deutschlands durchgeführt, an nur drei Orten konnte die Planung nach unserer Kenntnis nicht realisiert werden.

Bis Ende Oktober 2008 erhielten wir detaillierte Berichte

  • von 105 Veranstaltungen,
  • an denen sich registrierte 41.803 Personen
  • in den Praxen niedergelassener Pneumologen (n=127),
  • in Lungenkliniken (102),
  • Apotheken (45),
  • Gesundheitsämtern (9)
  • und anderen Orten (26)

beteiligten.

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Statistik

Wenn sich an den anderen Orten, von denen wir bisher keine Berichte erhielten, auch nur annähernd so viele Personen beteiligten, dann kann von mindestens 60.000 Teilnehmern gesprochen werden; eine tolle Beteiligung!

Krankenkassen (32) und Lungensportgruppen (57) engagierten sich und in fast allen Fällen unterstützten Pharmafirmen die Veranstaltungen. An jedem dritten Ort (n=72) beteiligten sich – meist mehrere - Patientenorganisationen, an 35 Orten auch die Krankenkassen. Bei den Letzteren liegt ein Potential, was sicher noch nicht ausgeschöpft ist.

Der 11. Deutsche Lungentag war also wieder ein schöner Erfolg für das Fachgebiet unter Bezug auf seine Darstellung in der Öffentlichkeit. Wir möchten uns an dieser Stelle sehr für die Zusammenarbeit bedanken.

Die gemeldete Anzahl von 6659 durchgeführten Lungenfunktionsprüfungen (Stand 30.10.2008) entspricht dem Niveau der Vorjahre. Bei 1394 Personen wurde ein auffälliger Befund ermittelt (21%), so dass den Patienten zu einem Arztbesuch bzw. zur Kontrolle des Befundes beim Facharzt geraten wurde. In 2007 war die Zahl der auffälligen Befunde mit rund 40% höher. Die Messung der Lungenfunktion ist in den letzten Jahren zu einem wichtigen, attraktiven Angebot im Rahmen des Lungentages geworden. Wir begrüßen diese Entwicklung sehr.

Der evaluierte COPD-Fragebogen wurde erneut in Kombination mit Lungenfunktionsmessungen eingesetzt. Die Beantwortung acht einfacher Fragen ermöglicht Rückschlüsse auf das COPD-Risiko (Korrelationskoeffizient r= 0,6). Die Aussagekraft des Fragebogens steigt, wenn das Ergebnis der aktuellen Lungenfunktionsprüfung berücksichtigt wird. Der Fragebogen steht allen Interessenten zur Verfügung (Anfragen bitten wir an das Sekretariat des Deutschen Lungentages e.V. zu richten).

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Uns erreichten viele Berichte von besonders gelungenen Veranstaltungen. So haben die Kollegen in Hamburg um Dr. Patzer (Lungen-Informations-Centrum Hamburg) bei strahlendem Sonnenschein und bester Laune einen “Schwimmenden Lungentag“ an Bord der MS Hamburg (siehe Foto) unter Beteiligung der Stadträtin Frau Dr. Kempfert und Herrn Senator Wer sich so erfolgreich organisiert, dass die Veranstaltung im Hafen 2009 wiederholt werden soll.

Die Peguform GmbH in Bötzingen verteilte anlässlich des Lungentags 1000 COPD-Fragebögen unter den Mitarbeitern und bot gleichzeitig Staubmessungen an den Arbeitsplätzen, Spirometrien sowie CO-Messungen unter Beteiligung des Betriebsarztes an mit dem Ziel, das betriebliche Gesundheitsmanagement im Unternehmen zu fördern.

Das Berufskolleg für Wirtschaft und Verwaltung in Herne (Europaschule) hat erneut im Kooperationsprojekt „Umwelt-Lunge-Sucht“ mit dem Lungentag 230 Schüler in 8 Klassen zur aktiven Beteiligung an Anti-Raucher-präsentationen motiviert; 18 Unterstufen besuchten mit ihren Lehrern die vom Kollegen Dr. Darwiche gestalteten Unterrichtsstunden.

Viele Berichte von Veranstaltungen

  • u.a. im Lungenzentrum Krefeld,
  • im Delmenhorster Klinikum, Lungenklinik Amsee Waren,
  • Lungenklinik Ballenstedt,
  • Krankenhaus Bethanien, in Hattingen,
  • Kloster Grafschaft und
  • im Kreiskrankenhaus Altenburg in Thüringen

- um nur eine Auswahl zu nennen - zeugen von dem großen Engagement der Kollegen; selbst Oberbürgermeister/ und -innen beteiligten sich an Spirometrien und ganze Schulklassen nahmen geschlossen teil.

Im Thoraxzentrum Münnestadt wurde sogar eine Bronchoskopie vorgeführt - und gleichzeitig wurde in der Regionalzeitung getitelt „Warum rauchen denn Ärzte?“!

Die Medienarbeit wurde durch einen Radiospot zum Thema COPD ergänzt, den 41 Stationen gesendet haben und mehr als 5 Millionen Hörer erreichte.

Der 12. Deutsche Lungentag im kommenden Jahr
(am 26. September 2009) wird das Motto
Aktion gesunde Lunge
“Wellness für die Lunge”

tragen. Dabei sollen Themen wie Luftbelastung (Rauchen, Passivrauchen, Stäube), aber auch medikamentöse und nicht-medikamentöse Hilfen besprochen werden, die der Lunge ein „well-being“ und „Fitness“ ermöglichen.

Die Aktionen zum Deutschen Lungentag sind inzwischen fest etabliert und das größte Ereignis zur Information der Öffentlichkeit, das unser Fachgebiet zu bieten hat. Das ist erfreulich und der Unterzeichner möchte sich im Namen aller im Deutschen Lungentag e.V. zusammengeschlossenen (Elf!) Organisationen sehr für die Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen bedanken. Wir werden uns bemühen, die Zusammenarbeit aller Beteiligten der Aktion weiter zu entwickeln.

Prof. Dr. Karl-Christian Bermann

Vorsitzender Deutscher Lungentag e.V.

Bericht zum 10. Deutschen Lungentag

Der Deutsche Lungentag hatte im September 2007 sein „Zehnjähriges“ und es war wiederum ein schöner Erfolg auf dem Weg zum Ziel: Erreichen der Öffentlichkeit – Steigerung der Awareness gegenüber den Gefahren, die von Atemwegs- und Lungenkrankheiten drohen.In Zahlen ausgedrückt liest sich das so: 251 Veranstaltungen in allen Gegenden Deutschlands wurden angekündigt.

Rund 50.000 Teilnehmer beteiligten sich an den Veranstaltungen in Praxen niedergelassener Pneumologen (n=112), in Lungenkliniken (65), Apotheken, Gesundheitsämtern und anderen Orten, darunter Schulen.

An jedem dritten Ort (n=72) beteiligten sich Patientenorganisationen, an 35 Orten auch die Krankenkassen. Entsprechend dem Motto des „10“. – Machen Sie Ihrer Lunge Beine – war eine große Zahl Lungensportgruppen beteiligt (55 Orte). Das ist ein schöner Erfolg für den Lungensport und wir möchten uns an dieser Stelle sehr für die Zusammenarbeit bedanken.Pharmafirmen unterstützten nach Auskunft der Organisationen rund der Hälfte der Veranstaltungen (n=138).Im Mittelpunkt standen die Informationen für Patienten und Laien. Nur drei Ärztefortbildungen wurden gemeldet. Dies deckt sich mit dem Ziel des Lungentages, der nicht in Konkurrenz zu bestehenden Fortbildungsangeboten für Ärzte treten möchte.6186 gemeldeten Lungenfunktionsprüfungen (Stand 5.11.2007) wurden durchgeführt. Davon hatten 2741 einen auffälligen Befund (44 %), so dass den Patienten zu einem Arztbesuch bzw. zur Kontrolle des Befundes beim Facharzt geraten wurde.

Die Messung der Lungenfunktion ist in den letzten Jahren zu einen wichtigen Angebot im Rahmen des Lungentages geworden. Wir begrüßen diese Entwicklung sehr.Anlässlich des 10. Jubiläums gab es in Nürnberg erstmals in der Geschichte des Deutschen Lungentags eine „zentrale Veranstaltung“, die weitgehend von der Atemwegsliga e.V. in der Planung und Finanzierung übernommen und von Dr. Ulrich Kümmel (iKOMM, Bonn) organisiert wurde. Über 1000 Teilnehmer nahmen das breite Angebot von Messungen der Lungenfunktion, Sauerstoffsättigung, Handkraft und Blutdruck an und beteiligten sich an den Foren und Diskussionen zu Atemwegserkrankungen. Natürlich spielte das Thema Nichtrauchen eine große Rolle.

Angekündigt worden war die Zentralveranstaltung durch eine regionale Pressekonferenz und eine bundesweite Presseaussendung, mit der auf die Aktivitäten der lokalen Veranstalter hingewiesen wurde. Aktuelle Beiträge in den Printmedien, Fernsehen und Radio sorgten nicht nur für großes Interesse an der Zentralveranstaltung in Nürnberg, sondern unterstützen auch die zahlreichen regionalen Veranstalter.Die Medienarbeit wurde durch einen Radiospot zum Thema COPD ergänzt, der von 41 Stationen gesendet wurde und mehr als

5,1 Millionen Hörern erreichte.Der evaluierte COPD-Fragebogen wurde in diesem Jahr erstmals in Kombination mit Lungenfunktionsmessungen eingesetzt. Die Beantwortung acht einfacher Fragen ermöglicht Rückschlüsse auf das COPD-Risiko (Korrelationskoeffizient r= 0,6). Die Aussagekraft des Fragebogens steigt, wenn das Ergebnis der aktuellen Lungenfunktionsprüfung berücksichtigt wird.

Der Fragebogen steht allen Interessenten zur Verfügung (Anfragen an Sekretariat Lungentag). Die jährlichen Aktionen zum Deutschen Lungentag sind inzwischen fest etabliert und das größte Ereignis zur Information der Öffentlichkeit, die das Fachgebiet zu bieten hat.

Das ist erfreulich und der Unterzeichner möchte sich namens aller im Lungentag e.V. zusammengeschlossenen (Zehn!) Organisationen sehr für die Unterstützung aller Kolleginnen und Kollegen bedanken.

Prof. Dr. Karl-Christian Bermann

Vorsitzender Deutscher Lungentag e.V.

Bericht zum 9. Deutschen Lungentag

tl_files/eigene-dateien/bericht/lungentag_2006_bild_01.jpgDer Deutsche Lungentag ist mittlerweile eine feste Einrichtung geworden, an der sich auch in diesem Jahr wieder über 200 Aktivisten beteiligten. Obwohl sich das bundesweite Ereignis nun zum neunten Mal jährte, wurde der Grundstein für die Verwirklichung bereits vor 10 Jahren durch erste Gespräche mit den heutigen Mitgliedsorganisationen gelegt. Für die Initiative „Deutscher Lungentag“ ist dieses Jahr also ein besonderes Jahr, kann sie doch auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Arbeit zurückblicken. Das 10-jährige Jubiläum fand darüber hinaus in einem Jahr statt, in dem durch glücklichen Zufall auch der wichtigste europäische Pneumologenkongress, der Kongress der European Respiratory Society (ERS), mit über 17.000 Lungenfachärzten aus aller Welt in Deutschland stattfand.

tl_files/eigene-dateien/bericht/lungentag_2006_bild_02.jpg„Nehmen Sie sich 10 Minuten…testen Sie Ihre Lunge!“. Mit vielen Hinweisschildern und Ankündigungen in der Presse wurden Münchener und Besucher der bayerischen Metropole auf eine besondere Aktion, die am 1. und 2. September 2006 stattfand, hingewiesen. Im Rahmen der bislang größten Einzelaktion in Deutschland war auf dem Odeonsplatz eine komplette Zeltstadt mit 12 Lungenfunktionsmessplätzen und weiteren Messmethoden zur Prüfung der Lunge aufgebaut. Bei dieser Aktion konnte die Bevölkerung die angebotenen Messungen kostenlos in Anspruch nehmen. Zielsetzung der Aktion war, die Bevölkerung über chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (COPD) aufzuklären.

Unter der Anleitung von Prof. Häußinger testete das „Münchner Kindl“ seine Lungenfunktion vor den Augen der anwesenden Besucher und Journalisten und eröffnete damit die Aktion „München pustet für gesunde Lungen“. Danach bildeten sich an den Messstellen rasch Schlangen, doch bei wunderschönem Sommerwetter war die Stimmung ausgelassen und fröhlich. Die MTA’s der beteiligten Münchener Kliniken hatten selbst kaum Zeit zum Atemholen, so groß war der Andrang. Am Ende der beiden Tage lagen über 2000 Messergebnisse vor.

Die Messung der Lungenfunktion war aber nicht die einzige Aktion. Die meisten der im Deutschen Lungentag organisierten Organisationen präsentierten sich unter einem riesigen Schirmzelt auf dem Odeonsplatz. Hier konnten die Besucher weitere diagnostische Messungen durchführen und in ein Lungenfunktionscheckheft eintragen lassen. Zur Beratung und bei Fragen zu den Messergebnissen standen dem Publikum an beiden Tagen Ärzte zur Verfügung. Ein umfangreiches Bühnenprogramm mit vielfältigen Informationen zum Thema Atemwegserkrankungen, Rauchen, Physiotherapie etc. rundete die Veranstaltung ab, die von iKOMM unter der Leitung von Dr. Kümmel perfekt organisiert war; wir danken sehr dafür.

tl_files/eigene-dateien/bericht/lungentag_2006_bild_03.jpgInsgesamt fanden in diesem Jahr über das gesamte Bundesgebiet verstreut 233 Veranstaltungen unter Mitwirkung von Kliniken, Arztpraxen, Apotheken, Patientenorganisationen und vielen anderen statt. Informationsveranstaltungen für Patienten oder Fortbildungsangebote für Ärzte gehörten an vielen Orten zum Programm des lokalen Lungentages. Nach wie vor wird das Angebot, eine Lungenfunktion durchführen zu lassen, gerne genutzt: In diesem Jahr wurden 10.262 Lungenfunktionsprüfungen dokumentiert.

An dieser Stelle möchte ich allen Beteiligten, die zum Gelingen des Lungentages beigetragen haben, herzlich danken. Ohne Sie wäre es nicht möglich, die größten flächendeckende Veranstaltung unseres Fachgebietes so erfolgreich durchzuführen.

Ihr
Prof. Dr. Karl-Christian Bermann
Vorsitzender Deutscher Lungentag e.V.

Bericht zum 8. Deutschen Lungentag

Der 8. Deutsche Lungentag am Wochenende des 24. Septembers fand unter dem Motto „Atemnot“ statt. Atemnot wird durch verschiedene Erkrankungen hervorgerufen, am häufigsten von Erkrankungen der Lunge und des Herzens. Atemnot ist ein Begriff, unter dem sich jeder gut etwas vorstellen kann.

Wie in jedem Jahr war es allen Organisatoren freigestellt, ihre Aktion zum Lungentag den regionalen Gegebenheiten anzupassen. Dies soll auch bei den künftigen Lungentagen möglich sein. Für das jährliche Schwerpunktthema werden den Veranstaltern vorbereitete Materialien angeboten.

Die meisten der bundesweit an 194 Orten durchgeführten (und dem Sekretariat gemeldeten) Veranstaltungen hatten die COPD in den Mittelpunkt der Informationen gestellt. Es fanden Vorträge für Laien und Fortbildungen für Ärzte in Praxen, Reha- und Akutkliniken statt. Gerne genutzt wurden Informationsstände in Fußgängerzonen, Hallen oder Rathäusern. Die Angebotspalette reichte von „Raucherberatung“ über Lungenfunktionsprüfungen und Sauerstoffsättigungsmessungen bis zu Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und „Tage der offenen Tür“, z.B. in Schlaflaboren.

Dem Sekretariat Deutscher Lungentag e.V. in Bad Lippspringe wurden Veranstaltungen in

  1. 47 Kliniken,
  2. 45 Arztpraxen,
  3. 13 Apotheken,
  4. 18 Krankenkassenräumen und 8 Gesundheitsämtern gemeldet.
  5. 27 mal organisierten Patientenorganisationen und
  6. 20 mal Lungensportgruppen einen Lungentag.
  7. 68 Veranstaltungen wurden von Pharmafirmen unterstützt.

Der Verein Deutscher Lungentag möchte allen aktiven Kolleginnen und Kollegen, ihren Helferinnen und Helfern und überhaupt allen Aktiven sehr danken. Mit über 20.000 gemeldeten Teilnehmern war der Lungentag 2005, bezogen auf diese Teilnehmerzahl, wiederum die größte Veranstaltung der deutschen Pneumologie im Jahr 2005.

Der 9. Deutsche Lungentag am 23. September 2006 steht unter dem Motto „Aktion gesunde Lunge“: Lungenfunktion – Was bringt Ihnen das? In diesem Rahmen soll auch geprüft werden, ob der Begriff „Sekundenluft“ eine alltagstaugliche Übersetzung der FEV1 darstellt. Der Begriff wurde im Vorjahr als Sieger eines Journalistenwettbewerbs ausgewählt. Unser Fachgebiet braucht dringend einen für Laien verständlichen Begriff, den es mit der Gesundheit der Atemwege verbindet.
Alle sind aufgerufen, hierzu Vorschläge zu machen.

Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann
Vorsitzender Deutscher Lungentag e.V.

Bericht zum 7. Deutschen Lungentag

Das sogenannte „verflixte .7 Jahr“ war für die „Lungentag-Familie“ kein Problem – im Gegenteil. Mit 209 geplanten Veranstaltungen (von denen 7 als nicht durchgeführt gemeldet wurden) wurde der Öffentlichkeit wieder ein breites Angebot gemacht: Informationsstände mit Möglichkeit zur Lungenfunktionsprüfung waren am häufigsten und am beliebtesten, Podiumsdiskussionen, Ausstellungen und 15 Telefonaktionen standen im Mittelpunkt der Aktion „Gesunde Lunge“.

Spirometrien bei 5920 Besuchern der verschiedenen Veranstaltungen zeigten bei der Mehrheit (75%) altersgerechte Normbefunde, aber bei 17% (n=995) der Untersuchten wurden auffällige Werte gemessen, die einer Kontrolluntersuchung beim Pneumologen bedurften.

Zum Gelingen der Aktion trug auch Hörfunkbeitrag von Prof. C.P. Criée bei, der auf die steigende Bedeutung von Atemwegs- und Lungenkrankheiten in Deutschland und speziell auf die COPD hinwies. 31 Radiosender griffen den Beitrag auf – ein schöner Erfolg. Erstmalig kam in größerem Umfang mit freundlicher Genehmigung des Bundesverbandes der Pneumologen ein COPD-Fragebogen zum Einsatz. Durch Beantwortung von 9 Fragen lässt sich mit Hilfe des Bogens eine recht zuverlässige Aussage zum COPD-Risiko machen. 2008 Fragebögen erreichten das Sekretariat des Lungentages und wurden inzwischen ausgewertet. Sie ergaben, dass bei Rauchern über 55 Jahre 39% bereits Symptome einer COPD aufwiesen. Unter den Nichtrauchern der gleichen Altersgruppe war dies nur bei 9,5% der Fall (Abbildung).

Von 70 der geplanten rund 200 Veranstaltungen wurden 29723 registrierte Teilnehmer gemeldet, es kann also von mindestens 35.000 bis 40.000 Besucher der Veranstaltungen zum Lungentag 2004 ausgegangen werden.

Der 8. Lungentag wird unter dem Thema „Atemnot“ für den 24. September 2005 geplant.

Allen Organisatoren des erfolgreichen 7. Lungentages gilt unser herzlicher Dank für ihr Engagement.

Prof. Bergmann
Vorsitzender Deutscher Lungentag e.V.

Bericht zum 6. Deutschen Lungentag

Am 11. Oktober 2003 fanden die Veranstaltungen zum 6. Deutschen Lungentag statt. 189 Veranstalter hatten ihre Aktionen angemeldet, an denen nahezu 30.000 Personen teilnahmen.

Im Mittelpunkt der „Aktion Gesunde Lunge“ standen in diesem Jahr Aufrufe zur Lungenfunktionsprüfung. Mit 7500 Messungen wurden damit mehr Prüfungen vorgenommen als in den letzten Jahren. 1250 dieser Messungen waren auffällig, so dass eine Kontrolle beim Lungenfacharzt empfohlen wurde. Ebenso wurden zahlreiche Blutgasanalysen und Allergietests durchgeführt.

An über 50 Orten beteiligten sich Patientenorganisationen an der Planung und Durchführung. Auch die Lungensportgruppen waren an mindestens 17 Veranstaltungen beteiligt, eine solche Zahl wurde in den zurückliegenden Jahren noch nie erreicht. Zahlreiche Veranstaltungen wurden von Pharmafirmen, Krankenkassen und Gesundheitsämtern unterstützt.

Zum Gelingen des Lungentages trug sicherlich auch ein Hörfunkbeitrag bei, in dem auf die steigende Bedeutung von Atemwegs- und Lungenkrankheiten in Deutschland und die Notwendigkeit regelmäßiger Lungenfunktionsprüfungen hingewiesen wurde. 45 Sender in Deutschland, Österreich und der Schweiz sendeten diesen Beitrag.

Auf großes Interesse stieß auch der vom Bundesverband der Pneumologen entwickelte COPD-Screening-Fragebogen. Die ca. 2.000 an das Sekretariat Deutscher Lungentag zurückgeschickten Bögen werden zur Zeit ausgewertet.

Zieht man eine Bilanz, so kann festgestellt werden, dass auch der 6. Lungentag ein Erfolg war. Mit über 135.000 erfassten Teilnehmern an 6 Lungentagen erweist sich die „Aktion Gesunde Lunge“ weiterhin als die größte Aktion unseres Fachgebietes in der Öffentlichkeit.

Es ist offensichtlich, dass der eingeschlagene Weg in den kommenden Jahren beibehalten und intensiviert werden muss, um dem Thema „gesunde Lunge“ ein öffentliches Bewusstsein zu verschaffen.

Der 7. Deutsche Lungentag findet am 25. September 2004 statt. Alle folgenden Lungentage sollen am letzten Septemberwochenende durchgeführt werden. Schwerpunktthema 2004 ist „COPD“.

Prof. Dr. Karl-Christian Bergmann
Koordinationsausschuss Deutscher Lungentag

Bericht vom 5. Deutschen Lungentag

„Aktion gesunde Lunge“ – dies was das Motto des 5. Deutschen Lungentages, der am 28. September 2002 stattfand. 254 Veranstalter meldeten ihre Aktionen dem Koordinationsaus­schuss. Dies ist die höchste bisher erreichte Veranstaltungszahl.

Wie in den Vorjahren umfassten die Veranstaltungen überwiegend Informationsstände und Vorträge in Fachkliniken und Praxen niedergelassener Kollegen. Aber auch in Apotheken, Gesundheitsämtern und an anderen öffentlichen Orten fanden zahlreiche Aktivitäten statt. Eine Reihe von Kliniken hat den Lungentag zu einem „Tag der offenen Tür“ genutzt, um Laien Einblicke in die Tätigkeit der Fachkliniken zu geben.

An vielen Orten wurden auch diesmal Lungenfunktionsprüfungen mit der Spirometrie durch­geführt. Mehr als ein Drittel der Messungen zeigten kontrollbedürftige Befunde.

Einführungen in den Lungensport, daneben aber auch Allergietests und sogar Blutgasanaly­sen wurden den Besuchern der Veranstaltungen angeboten.

Die Zahl der Teilnehmer an den Veranstaltungen entsprach in den meisten Fällen den Erwartungen der Veranstalter bzw. überstieg diese. Nur einige wenige Veranstalter berichten über Teilnehmerzahlen, die unter ihren Erwartungen lagen. Insgesamt informierten sich min­destens 25.000 Besucher über die verschiedenen Themen, die unter dem allgemein gehal­tenen Motto „Aktion gesunde Lunge“ durchgeführt wurden.

Ein Rückblick auf die Aktivitäten des nunmehr fünfjährigen Lungentages zeigt, dass es die größte öffentliche Aktion der Pneumologie in Deutschland geworden ist. Das Hauptziel des Lungentages, die Bevölkerung für die Erkennung von Frühsymptomen von Atemwegs- und Lungenkrankheiten zu sensibilisieren und sie über die Möglichkeiten der Diagnostik und The­rapie zu informieren, wird durch diese Aktion ohne Zweifel gefördert. Damit wird auch die Stellung des Fachgebiet Pneumologie gestärkt.

Der Koordinationsausschuss erhielt aus der Schweiz die erfreuliche Nachricht, dass sich die Schweizer Lungenliga voraussichtlich am Lungentag 2003 beteiligen möchte. Wir sehen dies als Bestätigung der Idee des Lungentages. Natürlich stellt sich in diesem Zusammenhang auch die Frage, welche Rolle der Lungentag in den vor uns liegenden Jahren spielen kann.

Einige Fachgebiete wie die Kardiologie oder die Diabetologie haben es erreicht, die Auf­merksamkeit der Öffentlichkeit auf Kernparameter wie Cholesterin oder Blutzucker zu lenken und werben damit für das Fachgebiet selbst. Wäre es nicht wertvoll und wichtig, wenn ge­sundheitlich interessierte Laien auch Schlagwörter wie „Sauerstoffgehalt des Blutes“, „Lun­genfunktion“ oder „Einsekundenkapazität“ kennen und ihren Arzt gezielt danach fragen wür­den? Der Deutsche Lungentag könnte bei der Verbreitung eines solches fachspezifischen Wissens in der Öffentlichkeit eine wichtige Rolle spielen.

Professor K. Ch. Bergmann
Koordinationsausschuss Deutscher Lungentag

Bericht zum 4. Deutschen Lungentag am 15. September 2001

Der 4. Lungentag war ein großer Erfolg und Gewinn für unser Fachgebiet, obwohl die Veranstaltungen an vielen Orten durch die bedrückende Atmosphäre in der Öffentlichkeit nach den Terroranschlägen am 11. September 2001 auf New York und Washington in trauriger Weise beeinflusst wurden; an wenigen Orten wie beispielsweise in Frankfurt musste die Veranstaltung ganz abgesagt
werden.

Dem Sekretariat des Deutschen Lungentags waren 230 geplante Veranstaltungen gemeldet worden, bis zum 23. Oktober 2001 erfolgten 103 schriftliche Rückmeldungen.

Die Veranstaltungen bestanden in fast allen Fällen aus öffentlichen Vorträgen für Patienten und Interessierte, sie waren von Informationsständen rund um das Thema Umwelt und Lunge begleitet. Auf jeder Vierten gab es parallele Fortbildungen für Ärzte, Podiumsdiskussionen waren die Regel. Viele Kliniken nutzten die Gelegenheit, einen “Tag der offenen Tür” durchzuführen, dies betraf auch einzelne Praxen niedergelassener Pneumologen.

In einem bisher nicht gekannten Umfang wurden Lungenfunktionsprüfungen angeboten und an vielen Orten
begeistert wahrgenommen. Das Klinikum Chemnitz führte zum Beispiel innerhalb von sechs Stunden 202
Messungen durch, insgesamt wurden uns 5.984 Messungen gemeldet, davon waren 4.538 altersentsprechend und in 1.425 Fällen mussten Kontrollen empfohlen werden (23,8 %).

Asthmaschulungen, Einführungen in den Lungensport, an sechs Orten sogar Blutgasanalysen und an neun Stellen Allergietests rundeten das Angebot ab.

Hauptträger waren Arztpraxen und Kliniken. In diesem Jahr beteiligten sich sehr häufig (50% der Fälle) Apotheken und ebenso häufig Patientenorganisationen. In jedem vierten Fall waren Krankenkassen aktiv in die Vorbereitungen und die Durchführung eingebunden.

Pharmafirmen waren bei etwa 80% der Veranstaltungen beteiligt.

An einigen Orten fanden die Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit Schulen statt. So gab es eine besonders schöne gemeinsame Veranstaltung der Klinik und Poliklinik für Kinderheilkunde in Dresden mit der 66. Mittelschule Dresden. Aus dem Bericht der Schule selbst geht hervor, dass die Schüler das Angebot zum Nachdenken über ihren eigenen Körper und insbesondere über die Atmungsorgane gerne annahmen sowie die Möglichkeiten zur Lungenfunktionsprüfung und Allergietestung mit Interesse nutzten. Im Anschluss habe es angeregte Diskussionen über Probleme von Asthmatikern gegeben. An anderen Orten gab es die Zusammenarbeit mit der örtlichen freiwilligen Feuerwehr. Hier wurden insbesondere die Methoden der Ersten Hilfe für Herz und Atmungsorgane demonstriert und geübt, sicher unter dem Eindruck des 11. September.

Von 89 Veranstaltern wurde die Zahl der Teilnehmer angegeben, sie belief sich in der Summe auf rund 21.500 und entsprach damit in den meisten Fällen den Erwartungen.

Erstmals hatte der Koordinationsausschuss eine professionell gestalte Pressemappe sowie einen Hörfunkbeitrag vorbereitet. Beide Aktionen waren sehr erfolgreich. Bis zum 25. September 2001 gab es bereits in den Print-Medien 21 Mio. Leserkontakte. Dabei fiel auf, dass die Qualität der Berichterstattung wesentlich höher als im Vorjahr war. Der Hörfunkbeitrag wurde von 29 Sendern in ganz Deutschland genutzt, mindestens 11 Mio. Zuhörer nahmen durch diesen Hörfunkbeitrag Kenntnis vom 4. Deutschen Lungentag.

Die Berichte der Veranstalter vom 4. Deutschen Lungentag bestätigen, dass sich diese Aktion der deutschen Pneumologie lohnt und ihr Ziel, die Bevölkerung besser über Atemwegs- und Lungenkrankheiten zu informieren, erreicht!

Der 5. Deutsche Lungentag ist für den 28. September 2002 unter dem Thema “Aktion Gesunde Lunge” geplant.

Prof. Dr. med. K.-Ch. Bergmann
Sprecher des Koordinationsausschusses

3. Deutscher Lungentag 23. September 2000: Ergebnisbericht

Mit dem 3. Deutschen Lungentag wurde mit 218 gemeldeten Veranstaltungen unter dem Motto „Husten – was tun?“ die erfolgreiche Serie der Lungentage in Deutschland fortge­setzt. An der Aktion beteiligten sich ehrenamtlich über 1.500 Personen aktiv, darunter insbesondere Ärzte, meist Pneumologen (507), medizinisches Fachpersonal (414), Mitglieder von Patientenorgani­sationen (166) und Mitarbeiter von Pharmafirmen (179).

Die wesentlichen Elemente der regionalen Veranstaltungen waren wiederum Vorträge, Informa­tionsstände in Fußgängerzonen und Einkaufszentren, Fortbildungen für Ärzte, Tage der offenen Tür in Kliniken und Praxen, Ausstellungen, Telefonaktionen und Podiumsdiskussionen. Die Zahl der erfaßten Teilnehmer an diesen Veranstaltungen betrug insgesamt mehr als 21.000 und ent­sprach oder überstieg im allgemeinen (>80%) die Erwartungen der Organisatoren.

Als Hauptorganisatoren der facettenreichen Veranstaltungen traten Kliniken (71), Arztpraxen (49), Patientenorganisationen (28), aber auch Gesundheitsämter bzw. Krankenkassen (10) selbst auf. Im Vergleich zu vorangegangenen Jahrestagen wurden vermehrt Lungenfunktionsprüfungen durch­geführt. Messungen an 9046 Personen ergaben in 4.537 Fällen altersentsprechende Funktions­daten, in 1.757 Fällen waren die Messergebnisse auffällig, so dass eine Nachkontrolle beim Facharzt empfohlen wurde.

Die Presseinformationen zum Lungentag und die Teilnahme von über 50 Journalisten an ver­schiedenen Veranstaltungen führte zu zahlreichen, außerordentlich positiven Berichten in der Lokal- und überregionalen Presse. Darüber hinaus wurde in Fernsehmeldungen und Radiosen­dungen über den 3. Deutschen Lungentag berichtet. Die Auswertung der Presseberichte zum 3. Lungentag ergab über 13 Millionen Kontakte durch Veröffentlichungen zwischen dem 10. September und 15. Dezember 2000.

Das Konzept des Deutschen Lungentages erwies sich auch im 3. Jahr als erfolgreich, da in Deutschland nach wie vor großes öffentliches Interesse an Informationen zu pneumologischen Themen besteht.

Die Ziele des Deutschen Lungentages

  • die öffentliche Darstellung des Fachgebietes Atemwegs- und Lungenkrankheiten
  • die Förderung der Selbsterkennung entsprechender Symptome und Erkrankungen durch Betroffene
  • die Stärkung von Forschung und Lehre im Fachgebiet Pneumologie

sollen auch durch den 4. Deutschen Lungentag am 15. September 2001 unter dem Motto “Umwelt und Lunge” weiter verfolgt werden.

Wir bitten schon heute alle Kolleginnen und Kollegen um die erneute Teilnahme an dieser größten medienwirksamen Aktion unseres Fachgebietes.

Für den Koordinationsausschuss Deutscher Lungentag

K. Ch. Bergmann

2. Deutschen Lungentag, 25. September 1999 Ergebnisbericht

Insgesamt wurden im Rahmen des 2. Deutschen Lungentages 202 Veranstaltungen unter Leitung einer/ eines Fachärztin/ Facharztes für Pneumologie angeboten. Alle Veranstalter erhielten einen Fragebogen zur Dokumentation des Verlaufs ihrer Veranstaltung. Bisher erhielten wir 133 ausgefüllte Fragebögen zurück, 4 geplante Veranstaltungen fanden nicht statt.

Wesentliche Elemente der regionalen Veranstaltungen waren

  • Vorträge (83),
  • Informationsstände (53),
  • Fortbildungen für Ärzte (32),
  • Tag der offenen Tür (39),
  • Ausstellungen (28),
  • Telefonaktionen (27) und
  • 22 Podiumsdiskussionen.

Im Vergleich zum 1. Deutschen Lungentag bestand an wesentlich mehr Orten die Möglich­keit zur Lungenfunktionsprüfung. Die Resonanz war sehr gut: Es wurden über 9.400 Messungen durchgeführt, wobei in 33% eine Kontrolle empfohlen wurde.

Darüber hinaus konnten bei 8 Veranstaltungen Blutgasanalysen und an einigen Orten sogar Allergietests durchgeführt werden. An 11 Orten stellten Lungensportgruppen Sinn und Zweck des Lungensports der Öffentlichkeit vor.

Die meisten Veranstaltungen wurden - wie bereits im vergangenen Jahr in Lungenkliniken bzw. in Kooperation mit den Praxen niedergelassener Pneumologen angeboten. Patien­tenorganisationen waren 16 mal, Krankenkassen und Gesundheitsämter 10 mal die verant­wortlichen Organisatoren einer Veranstaltung.
Die Hauptorganisatoren wurden unterstützt von

  • Apotheken (127),
  • Patientenorganisationen (64),
  • Krankenkassen (49).
  • Nahezu alle Aktionen wurden von verschiedenen Pharmafirmen unterstützt.

1.440 Personen wirkten an den 133 ausgewerteten Veranstaltungen aktiv mit: Darunter 522 Ärzte und 317 Angehörige medizinischer Fachberufe.

Die Anzahl der Teilnehmer und die Erwartungen entsprachen oder überstiegen in über 80% der Veranstaltungen die Erwartungen. Insgesamt besuchten über 27.000 Personen eine Veranstaltung des Lungentages. Dies entspricht im Durchschnitt etwa 200 Teilnehmern pro Veranstaltung.

Infolge der Pressearbeit vor den Veranstaltungen und der Teilnahme von über 60 Journali­sten an den Veranstaltungen gab es zahlreiche, sehr positive Berichte in der lokalen und überregionalen Presse. Darüber hinaus wurde in 12 Fernsehmeldungen und über 20 Be­richten der Fachpresse über den 2. Deutschen Lungentag berichtet.

Die Auswertung der Presseberichte zum 2. Deutschen Lungentag ergab 18.657.043 Kon­takte durch Veröffentlichungen zwischen dem 11.09. und 30.11.1999. Das ist eine deutliche Zunahme gegenüber rund 17.000.000 Kontakten während des 1. Deutschen Lungentages.

Die finanziellen Aufwendungen für die Organisation des 2. Deutschen Lungentages betrugen 49.500.- DM (nicht eingeschlossen die vor Ort von den Organisatoren selbst aufgebrachten Ko­sten), dies entspricht einem Aufwand von 3 Pfennigen pro 100 Kontakte in den Medien.

Das Konzept des Deutschen Lungentages ist erfolgreich, da in Deutschland nach wie vor großes Interesse an Informationen zu pneumologischen Themen besteht. Die pneumologi­schen Kliniken, die niedergelassenen Pneumologen und viele Partner sind bereit, die Ziele des Deutschen Lungentages zu unterstützen.

Der 3. Deutsche Lungentag findet am 23. September 2000 unter dem Motto „Husten – Was tun?“ statt,

Schon heute laden wir alle Kolleginnen und Kollegen zur einer erneuten Teilnahme ein.

Prof. K. Ch. Bergmann
- Im Auftrag des Koordinationsausschusses Deutscher Lungentag -

1. Deutschen Lungentag, 25. September 1998 Ergebnisbericht

In der Zeit vom 25. bis 27. September 1998 fanden in allen Bundesländern Aktionen zum 1.Deutschen Lungentag statt, der dadurch zu einem großen Erfolg wurde.

Ziel des Lungentags sind

  • Öffentliche Darstellung des Fachgebietes Atemwegs- und Lungenkrankheiten.
  • Förderung der Selbsterkennung entsprechender Symptome und Erkrankungen durch Betroffene,
  • Stärkung von Forschung und Lehre im Fachgebiet

Die Planungen und Hilfestellungen bei der Realisierung von Veranstaltungen zum Lungentag erfolgten in einem Koordinationsausschuss, in den Vertreter der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie. des Bundesverbandes der Pneumologen der Deutschen Atemwegsliga, der Christiane Herzog Stiftung, des Fördervereins der Atemwegsliga und der Gesellschaft für pädiatrische Pneumologie gemeinsam wirkten.

Die Schirmherrschaft für den Lungentag hatte Frau Christiane Herzog übernommen. Auf einer gut besuchten Pressekonferenz im Schloß Bellevue in Berlin erläuterte sie am 25.09.1998 Ziele und Inhalte des Lungentags

Das zentrale Thema war die „Chronische Bronchitis und ihre Folgezustände.

Das Thema sollte an möglichst vielen Orten Betroffenen. Laien und Interessierten unter der Leitung eines Pneumologen dargestellt werden: ebenso niedergelassenen Allgemeinärzten und interessierten Kollegen.

Ein “Lungentag-Logo”, ein Veranstaltungsplakat, Folienvorlagen zur Darstellung der Thematik vor Laien und Ärzten, je ein Anmelde- und Berichtsformular wurden entwickelt.

Im Veranstaltungskalender konnten Anmeldungen für Veranstaltungen an rund 150 Orten in ganz Deutschland registriert werden.

Die Auswertung von 120 schriftlichen Rückmeldungen an den Ausschuss führte zu folgenden Feststellungen:

Die Veranstaltungen wurden überwiegend durch Fachkliniken (56%), Fachpraxen (27%) bzw. gemeinsam organisiert.

Unterstützung und Beteiligung erfuhren die Veranstaltungen durch Patientenorganisationen (37%). Pharmafirmen (37%), Krankenkassen (26%), kassenärztliche Vereinigungen, Apotheken und in drei Fällen auch durch Schulen.

Die Veranstaltungen waren vielseitig: neben Vorträgen und Diskussionsrunden für Laien und (seltener) Ärzte seien hervorgehoben:

-Lungenfunktionsprüfungen in Fußgängerzonen. Rathäusern, KV-Gebäuden u.a. Orten, z.B. in Mainz, Frankfurt und Berlin mit mindestens 1000Teilnehmem.

  • ein Kinderzirkus begeisterte in Dresden.
  • Smokerlyzerprüfungen mit Hinweisen zum Nichtrauchertraining.
  • atemgymnastische und krankengymnastische Übungen.
  • Pantomime-Darstellungen zum Rauchverhalten und zu den Symptomen der Bronchitis,
  • Zauberer waren am Werk, um z.B. Zigaretten verschwinden zu lassen,
  • in den Saalfelder Feengrotten diskutierten Schulklassen über den Unwert des Rauchens.

Die Teilnehmerfahlen waren in fast der Hälfte der Veranstaltungen höher als erwartet nur 16% der Veranstalter hatten einen besseren Besuch erwartet

Im Radio (u.a. WDR. Deutschlandfunk) und Fernsehen (SAT 1. Offener Kana1 Kassel. Saarländischer Rundfunk. Rostock) wurde berichtet, in Telefonaktionen in Mainz und Kassel (170 Anrufe) gefragt and geantwortet.

Praktisch alle Veranstaltungen wurden in der regionalen oder der überregionalen Tagespresse angekündigt und bei etwa 50% der Veranstaltungen nachbearbeitet. Vom Presseausschnittdienst liegen Unterlagen darüber vor, daß in fast 6 Millionen Exemplaren von Tages- und Wochenzeitungen über den Lungentag berichtet wurde. Damit ergaben sich statistisch rund 18 Millionen Leserkontakte!

In einer für unser Fachgebiet noch nie erfolgten breiten Ausführlichkeit wurde in der Ärzte Zeitung die Thematik der Bronchitis besprochen und auf Veranstaltungen zum Lungentag hingewiesen.

An finanziellen Mitteln standen dem Koordinationsausschuss rund 34000 DM zur Verfügung, davon wurden insgesamt 25000 DM für Porto, Telefon, Pakete. Drucksachen, Vervielfältigung, Reisekosten u.a. ausgegeben.

Fazit: Der 1.Deutsche Lungentag war ein großer Erfolg. Viele der sehr engagierten Veranstalter berichteten begeistert über das Interesse der Teilnehmer und die gute Zusammenarbeit von Kliniken, niedergelassenen Kollegen, Pädiatern Patientenorganisationen, Pharmafimen, Apotheken u.a. Gruppen.

Statistisch gesehen konnten mit je einem Pfennig Ausgabe durch den Koordinationsausschuss mehr als sieben Laienkontake erreicht werden. Die Mitarbeit am Deutschen Lungentag ist eine ehrenamtliche. Öffentlichkeitswirksame und sehr nutzbringende Tätigkeit für die Pneumologie in Deutschland.

Aber natürlich gab es auch manche berechtigte Kritik. die ein kleineres Plakat eine bessere Werbung in Funk und Fernsehen und eine langfristige und kontinuierlichere Vorbereitung und Unterstutzung durch den Koordinationsausschuss fordert, neben manchen anderen Dingen

Diese Kritiken werden ernst genommen, so daß der 2. Deutsche Lungentag am 25.09.1999 noch besser werden kann.